Hochzeitsvideo

Was man beim Thema Hochzeitsvideo beachten sollte

  1. peter
    Viele Hochzeitspaare stehen vor der Frage: Hochzeitsfoto oder Hochzeitsvideo?
    Diese Frage muss jeder für sich selbst entscheiden, beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Beim Hochzeitsvideo sollte man, wenn man keinen Videografen engagieren möchte, sondern es selbst in die Hand nimmt, unter anderem darauf achten:

    Kirchliche Trauung: Die kirchliche Trauung gehört bei der Produktion eines Hochzeitsvideos zu den Höhepunkten, aber gleichzeitig auch zu der Aufgabe mit den meisten “Stolpersteinen” bei der Produktion. Viele Problemfaktoren treffen dort aufeinander, beispielsweise das oftmals ungünstige Licht, die Unterdrückung von Störgeräuschen und die nicht einfach zu handhabene Tonaufnahme, um nur einige Schwierigkeiten zu nennen. Trotzdem sind es für einen guten Kameramann allesamt lösbare Aufgaben, wenn er weiss, wie man in der jeweiligen Situation agiert.

    Gerne vergessen: wie tritt der Videograf auf? Die klassischen Kameras und Kameramänner haben u.U. große Aufbauten mit Stativ und Schulterkamera. Videos können aber genau so gut mit den vergleichsweise kleineren SLR-Kameras gedreht werden. Man darf den Videografen gerne auf seine Arbeitsweise und sein Auftreten ansprechen. Ebenfalls wichtig ist das Zusammenspiel von Foto- und Videograf. Die beiden sollten sich absprechen, um sich nicht gegenseitig zu behindern.

    Dabei ist es wichtig, die Abläufe einer kirchlichen Trauung zu kennen und, beim Filmen generell, voraussehend zu handeln:

    Wann ist es besser, eine “Totale” aufzunehmen, also einen Überblick zu schaffen, wann lohnen sich Grossaufnahmen, wo positioniert man sich, um eine Schlüsselszene am besten einzufangen? Welche Perspektiven eignen sich für welche Szene?

    Vieles kann man in der Nachbearbeitung eines Films korrigieren, aber grundlegende Dinge, wie die Perspektive, der Bildausschnitt oder die Motivwahl an sich sind die Vorraussetzung für ein gelungenes Hochzeitsvideo. Zu berücksichtigen sind auch Faktoren, die den zuständigen Pfarrer betreffen. Es muss sichergestellt werden, ob überhaupt eine Erlaubnis zum Drehen innerhalb der Kirche vorhanden ist. Sollte dieses zutreffen, kann es immer noch sein, dass der Pfarrer selbst nicht gefilmt werden möchte. Hier gilt es also, im Vorfeld Absprachen zu treffen. Ausserdem unterscheidet sich die evangelische von der katholischen Trauungszeremonie, die Abläufe sind also nicht immer gleich.

    Bei der Standesamtlichen Trauung verhält es sich ganz ähnlich: Wenn man die Abläufe kennt und wirklich vorrausschauend arbeiten kann, ist das ein ganz großer Vorteil. Worauf es bei der Standesamtlichen Trauung ankommt, beziehungsweise was die Schlüsselszenen sind erfahrt ihr hier:

    • Begrüßung des Brautpaares durch die Standesbeamtin/den Standesbeamte.
    • Die Personalien des Brautpaares und der Trauzeugen werden festgestellt
    • Betreten des Trauungsraumes.
    • Ansprache der Standesbeamtin/ des Standesbeamten.
    • Eheschließungsformel: Fragen der Standesbeamtin/ des Standesbeamten an das Brautpaar, ob sie die Ehe miteinander eingehen wollen.
    • Der Ringwechsel.
    • Brautkuss.
    • Der Ehebucheintrag wird durch die Standesbeamtin/den Standesbeamten vorgelesen.
    • Unterschriften: der Ehebucheintrag wird vom Brautpaar/vom neu vermählten Ehepaar, den Trauzeugen, gegebenenfalls auch von der Dolmetscherin/vom Dolmetscher und von der Standesbeamtin/ dem Standesbeamten unterschrieben.
    • Abschluss der Trauung: das neuvermählte Ehepaar wird beglückwünscht.

    So sieht im Normalfall der Ablauf aus und die entsprechenden Schlüsselszenen sollten dementsprechend auch gut gefilmt werden.