Kirchliche Trauung

Ablauf und Erklärungen zur Kirchlichen Trauung

  1. peter
    Die Kirchliche Trauung gehört zu den Höhepunkten der Hochzeit. Ihr geht die Trauung auf dem Standesamt voraus. Man muss sich frühzeitig in seiner Kirchengemeinde anmelden. Je nach dem, ob es sich um eine katholische oder evangelische Trauung handelt sind hier Unterschiede vorhanden. Auch zwischen Gemeinden gibt es Unterschiede. Daher ist es wichtig, sich früh einen Termin geben zu lassen und die Details dann vor Ort zu besprechen. Beide Partner, notfalls auch einer, muss in der Kirche Mitglied sein. Die Gemeinde der Eheschließung braucht eine Geburts- und Konfirmationsurkunde. Man erkundige sich vor Ort.



    Heirat in einer anderen Gemeinde

    Normalerweise gehört man durch den ersten Wohnsitz zu einer bestimmten Kirchengemeinde, bei der man auch heiratet. Wenn man sich entscheidet, in einer anderen Kirchengemeinde als der eigenen Kirche (der des ersten Wohnsitzes) zu heiraten, muss man sich bei seiner Wohnsitzgemeinde abmelden. Dazu braucht man von seiner Kirchengemeinde eine so genannte Traudimissoriale (Abmeldeschein), die man der Gemeinde der Eheschließung gibt.

    Die Trauzeugen

    Die Trauzeugen sind rein technisch für die kirchliche Trauung nicht notwendig erforderlich. Je nach Gemeinde und Pastor (oder Pastorin) wird den Trauzeugen aber ein besonderer Sitzplatz gegeben. Sie können sich u.U. auch im Gottesdienst beteiligen, etwa durch ein Gebet (Fürbitte) oder das Verlesen eines Liebesgedichtes.

    Das Vorgespräch

    Nach der Anmeldung im Kirchenbüro hat man dann ein Vorgespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin. Dort kann man auch die Auswahl der Lieder und andere Besonderheiten besprechen (z.B. die Rolle der Trauzeugen im Gottesdienst). Es wird auch darum gehen, dass der Pastor, die Pastorin das Paar kennenlernen möchte, um auch eine gute Ansprache schreiben zu können. Dort bespricht man auch die Frage nach den Blumenkindern etc.

    Beispiel des Ablaufs eines evangelischen Gottesdienstes

    Wie ein evangelischer Gottesdienst ablaufen kann, zeigt das folgende Beispiel:



    • Orgelvorspiel und Einzug des Paares mit Pastor / Pastorin
    • Begrüßung durch Pastor / Pastorin
    • 1. Lied
    • Einleitende Worte zur Trauung und der Taufe
    • 2. Lied
    • Predigt / Ansprache
    • Biblische Worte zu Liebe und Ehe
    • Traubekenntnis / Trauversprechen (Der Pastor fragt oder das Paar sagt es sich gegenseitig)
    • Ringtausch
    • Segen z.B. mit Niederknien am Altar auf einem Kniekissen
    • Kuss
    • 3. Lied
    • Fürbittengebet (durch Pastor / Pastorin oder durch Trauzeugen)
    • Vaterunser
    • 4. Lied
    • Segen
    • Auszug aus der Kirche (Orgel und optional Blumenkinder)



    Beispiel des Ablaufs einer katholischen Messe


    1. Empfang des Brautpaares
    2. Taufgedächtnis
    3. Einzug
    4. Begrüßung
    5. Kyrie
    6. (Gloria)
    7. Tagesgebet
    8. Lesungen und Gesänge zu den Lesungen
    9. Homilie (Sinn und Würde der christlichen Ehe)
    10. Trauung
    11. Befragung der Brautleute
    12. Segnung der Ringe
    13. Vermählung
    14. Bestätigung der Vermählung
    15. Feierlicher Trauungssegen
    16. Fürbitten

    Beispiel des Ablaufs eines katholischen Wortgottesdienstes


    1. Empfang des Brautpaares
    2. Einzug
    3. Eröffnungsgebet
    4. Lesungen und Gesänge zu den Lesungen
    5. Homilie (Sinn und Würde der christlichen Ehe)
    6. Befragung der Brautleute
    7. Segnung der Ringe
    8. Vermählung
    9. Bestätigung der Vermählung
    10. Feierlicher Trauungssegen
    11. Fürbitten
    12. Gebet des Herrn (Vater unser)
    13. Schlussgebet (und Danklied)