
Seit wann sind Sie als Fotograf tätig?
Ich bin nun nach meiner 3 jährigen Berufsausbildung zum Werbe-& Industriefotografen seit über einem Jahr selbständig und überwiegend als Hochzeitsfotograf deutschlandweit und europaweit unterwegs, um einen der schönsten Tage im Leben meiner Kunden kreativ und hochqualitativ auf Fotos zu verewigen.
Wie sind Sie zur Fotografie und speziell zur Hochzeitsfotografie gekommen?
Die Fotografie hat auf mich schon seit meiner Kindheit eine große Faszination ausgeübt, später erkannte ich meine Berufung und somit wurde aus meinem Hobby mein Beruf. Zur Hochzeitfotografie bin ich aus eigenem Interesse schon vor der Ausbildung gekommen, weil mich die Kombination von festlichem Anlass, Spannung der Gefühle und Treffen verschiedener Generationen bezaubert und mich immer wieder neu inspiriert.
Was ist das Besondere an der Hochzeitsfotografie?
Ich finde, das Besondere und das Schönste an der Hochzeitsfotografie ist, dass man die Freude und das Glück der Brautpaare zusammen mit ihren Gästen erleben darf um diese bezaubernden Momente und Augenblicke in emotionalen Bildern festzuhalten und für die Zukunft zu verewigen.
Zu welchem Zeitpunkt sollte sich das Paar nach einem geeigneten Hochzeitsfotografen umsehen?
Persönlich kann ich jedem Paar empfehlen, mindestens ein halbes Jahr am besten jedoch schon ein Jahr vor der geplanten Trauung ihren Fotografen auszusuchen. Dadurch gelingt die Anpassung der Hochzeitsreportage an die individuellen Wünsche des Brautpaares am besten, weil man Zeit hat, sich kennenzulernen und zusammen die verschiedenen fotografischen Möglichkeiten zu besprechen und auszuwählen. Der Zeitdruck spielt natürlich auch eine Rolle: Wenn man sich sehr kurzfristig entscheidet, besteht oft das Risiko, dass der gewünschte Fotograf zu dem Zeitpunkt schon ausgebucht ist.
Welche fotografischen Möglichkeiten gibt es denn?
Eigentlich gibt es kaum Grenzen, ob eine begleitung der kompletten Hochzeitstages mit Friseurtermin, Ankleiden, Vorbereitungen, Trauung, Paarshooting und Hochzeitsportraits, Hochzeitsfeier mit Torte anschneiden und Schleiertanz oder nur eine Begleitung der Hochzeitszeremonie mit einem Paarshooting davor oder danach, oder aber auch eine Begleitung von Anfang an, wie z.B. beim Aussuchen des Brautkleides, beider Verlobung, Junggesellenabschied, Poltern, Reportage am Hochzeitstag und fotografische Begleitung der Hochzeitsreise, ich bin für alles offen! Ich reise gern und stehe selbstverständlich auch im internationale Ausland zur Verfügung! Außerdem besteht die Möglichkeit eines After-Wedding-Shootings & Trash-The-Dress Shootings welches nach der Hochzeit mit etwas zeitlichem Abstand fotografiert werden kann.
Was sind die häufigsten Fragen der Heiratenden, wenn sie sich für Ihr Angebot interessieren?
Die Heiratenden haben oft am Anfang noch keine klare Vorstellung, was sie sich unter einer Hochzeitsreportage vorstellen sollen und müssen dahingehend beraten werden. Sie fragen also nach dem Leistungsinhalt der verschiedenen Angebote, wie viele Fotos erfahrungsgemäß entstehen, wie diese gemacht, dann bearbeitet und schließlich herausgegeben werden. Natürlich wird auch nach dem Preis gefragt.
Was unterscheidet denn die Hochzeitsreportage von der „klassischen“ Hochzeitsfotografie?
Meiner Meinung nach ist klassische „Hochzeitsfotografie“ wie sie zu Analogzeiten betrieben wurde anders weil dort überwiegend gestellte Fotos erstellt wurden im Gegensatz zur heutigen modernen Hochzeitsreportage, wo die Stimmung eingefangen wird und überwiegend authentische Bilder aus der Situation heraus entstehen. Außerdem entstehen auch quantitativ mehr Fotos als zu Zeiten wo jeder belichtete Film noch relativ viel Material- & Entwicklungskosten verursachte und man sich aufs Wesentliche beschränken musste.
Worauf sollten Paare bei der Wahl des Hochzeitsfotografen achten?
Ich empfehle auf zwei wichtige Faktoren zu achten: Die Qualität der Fotos und das Preisleistungsverhältnis der verschiedenen angebotenen Reportagen. Oft sind die Preise sehr niedrig und es gibt kaum Fotos die bereits inklusive sind! Diese müssen dann separat über den Fotografen bestellt werden und können am Ende sehr teuer werden.
Ich biete daher grundsätzlich nur kundenfreundliche Komplettpakete zum Festpreis mit allen gelungen Fotos in bester Qualität inklusive an!
Außerdem sollte der Preis alleine nicht der entscheidende Faktor in der Wahl eines Fotografen sein, man sollte vielmehr mehr Wert auf die Qualität der Fotos und auf die professionelle Erfahrung des Fotografen legen, weil eine Hochzeit ein einmaliges Ereignis ist, was sich nicht einfach wiederholen lässt, wenn beim Fotografieren etwas nicht klappt, und welches sich lohnt, auch für die zukünftigen Generationen professionell, kreativ und hochwertig in Bildern festhalten zu lassen.
Wie wichtig ist die technische Ausrüstung eines Hochzeitsfotografen und was unterscheidet einen professionellen Hochzeitsfotografen von einem Amateur, beziehungsweise, wo liegen die Vorteile eines Profis?
Eine adäquate technische Ausrüstung gehört selbstverständlich zu jedem, der als Fotograf arbeiten will. Heute verfügen auch viele Amateure über eine teure Kamera, diese ist jedoch alleine nicht ausschlaggebend für die Qualität der fotografischen Ergebnisse. Es sind nicht nur technische sondern viel mehr gestalterische kreative Kompetenzen, die während einer professionellen Ausbildung zum Fotografen zu einem ausgereiften Stil gefördert werden und einem dann erlauben, Individualität und Professionalität ohne unsicheres Experimentieren anzubieten.
Ein professioneller Fotograf hält bewegende Momente in individuellen und kreativen Bildern fest und produziert keine rein zufälligen Schnappschüsse.
Welche Rolle spielt die Chemie zwischen dem Hochzeitspaar und dem Fotografen?
Persönlich finde ich, dass die Chemie zwischen dem Hochzeitspaar und dem Fotografen eine wesentliche Rolle spielt: Nur wenn alle Beteiligten sich gut verstehen, können individuelle Wünsche erfolgreich als Inspirationsquelle wahrgenommen werden und somit zu unvergesslichen Bildern beitragen. Wenn kein Vertrauen und keine Harmonie zwischen den Beteiligten da ist, vermisst man auf den Fotos jene besondere Ausstrahlung, die zu einem fröhlichen Hochzeitstag dazu gehört.
Was zeichnet einen guten Hochzeitsfotografen aus?
Ein guter Hochzeitsfotograf zeichnet sich dadurch aus, dass er in jeder Situation schnell reagieren und ggf. improvisieren kann, um die wichtigsten und schönsten Augenblicke bildlich festzuhalten, ohne die Gäste oder das Paar selbst bei ihrer Feier zu stören. Der Fotograf bewegt sich quasi unbemerkt im Hintergrund, wird jedoch im richtigen Moment alle Beteiligten in guter Laune für Gruppenfotos motivieren und auch bei kurzfristigen Wunschänderungen kreative & hochwertige Fotos gestalten.
Was sagen sie zu Trends, wie etwa Photobooth oder Trash-The-Dress?
Photobooth ist eine witzige Sache und die Hochzeitsgäste haben garantiert eine Menge Spass dabei, je fortgeschrittener der Abend desto ausgefallener werden die Bilder sein.
Trash The Dress ist ein relativ junger Trend aus den USA, welcher zunehmend auch hier populär wird. Ich finde es sehr spannend noch einmal mit einem Brautpaar oder nur mit der Braut an einem späteren Tag nach der eigentlichen Hochzeit einfach mal ohne Zwänge und mit viel Spass kreative
und ungewöhnliche Fotos der besonderen Art zu machen. Ich setze dazu auch je nach Bildidee eine mobile Blitzanlage ein, um der Kreativität auch bei besonderen Lichtverhältnissen freie Bahn zu gewähren. Sehr wichtig dabei: Nicht ich ,sondern das Brautpaar bzw. die Braut entscheidet, wie das Fotoshooting aussehen wird und inwiefern das Brautkleid darunter leiden soll, man kann zwar bis zur Zerstörung des Hochzeitskleides durch Wasser, Matsch oder Feuer gehen, jedoch zeige ich lediglich die Möglichkeiten auf und überlasse dann dem Paar die Entscheidung!
Sind Sie selbst verheiratet? Wenn Sie heiraten würden, wie würden SIE das Thema Hochzeitsfotos angehen?
Ja, ich bin glücklich mit einer Italienerin verheiratet und hatte selbst für unseren Hochzeitstag auch einen professionellen Fotografen und Videofilmer engagiert.
Ich habe viele Hochzeitsfotografen angefragt und mich dann für einen sehr guten Kollegen entschieden, weil mir seine Bildsprache gefiel. Sein Angebot war nicht unter den billigsten, meine Frau und ich haben uns bewusst für Qualität entschieden und diese hat auch ihren angemessenen Preis. Jedoch jeder muss für sich entscheiden: Kleiner Preis oder Top Qualität, die Mischung macht’s!
Waren Sie, nachdem Sie einen Profi-Fotografen engagiert haben, nicht abgelenkt von seiner Arbeit? Wie hat ER reagiert, als er erfahren hat, dass er einen „Kollegen“ fotografieren wird?
Zu dem Zeitpunkt als ich meine Frau geheiratet habe fotografierte ich noch nicht professionell sondern es war bis dato nur mein großes Hobby, was der Kollege auch wusste und das zu schätzen wusste. Besondere Reaktionen das er einen Kollegen fotografisch begleitet konnte ich nicht erkennen.
Der schönste Moment in Ihrer Fotografen-Laufbahn?
Einer der schönsten Momenten im meiner Karriere war sicherlich die Lossprechung am Ende meiner Ausbildung als Fotograf, weil meine Leidenschaft zum Beruf offiziell anerkannt wurde.
Für mich ist jeder Moment den ich fotografisch festhalten darf unvergesslich und somit bin ich der Meinung das Schönste immer wieder neu zu erleben, einzigartig wie jedes einzelne Foto.
Der schlimmste / peinlichste Moment?
Von peinlichen Momenten hat es bisher glücklicherweise wenige gegeben. Sicherlich gehört dazu die Begegnung mit einem evangelischen Pfarrer, der wohl keine Fotografen mag. Das Brautpaar hatte mit ihm alles besprochen und hatte sein Einverständnis für die Reportage in der Kirche. Er
jedoch hätte mich am liebsten während der Trauung und danach bei der Gratulation vor der Kirche verbannen wollen. Ich fand das sehr traurig und das Brautpaar war auch sehr von dem Pfarrer enttäuscht. Ich fotografiere stets mit Respekt und einer unaufdringlichen Art und Weise, besonders natürlich in religiösem Umfeld. Das bestätigten mir bisher auch alle Kunden, jedoch ist man nie vor Überraschungen sicher.
Bilder unten: Demobilder von Sebastian Cintio:
Stehen Sie eigentlich noch in Kontakt zu einigen Hochzeitspaaren, die Sie fotografiert haben?
Ja, zu einigen Paaren habe ich auch weiterhin Kontakt und finde es auch sehr schön, zu sehen und oft auch fotografisch zu begleiten, wie aus einem Paar eine kleine Familie mit Kindern wird.
Oft wird behauptet, Hochzeitsfotografen seien zu teuer. Wie sehen Sie das?
Ich sehe das ganz anders! Viele Paare sehen nur die Zeit, in welcher der Fotograf bei der Hochzeit fotografiert und wissen nicht, dass dazu auch noch die Zeit gehört, die ein guter Fotograf in die Vorbereitung und – was noch aufwändiger ist – in die Nachbearbeitung, die Auswahl der Fotos und das Finishing investiert. Ein professioneller Fotograf gibt niemals Bilder ohne eine akkurate Bildbearbeitung und Bildveredelung heraus.
Der Gesamtpreis relativiert sich deutlich, wenn man bedenkt, dass die Arbeitszeit pro Hochzeit sehr schnell bei ca. 20 bis 40 Stunden liegt!
Welche Ratschläge können Sie Heiratenden geben?
Achten Sie auf die Qualität der Bilder und kaufen Sie nicht die Katze im Sack, sondern vergleichen Sie gründlich sämtliche Angebote und Leistungen. Ein günstiger Grundpreis, wo Sie für jedes Foto extra zahlen müssen, ist am Ende meist teurer als eine Reportage, deren Preis eine anfängliche Investition darstellt, die langfristig nicht nur kostengünstiger, sondern erfüllender sein wird, weil man einfach alle Bilder bekommt und nicht nur eine kleine Auswahl, die der Fotograf erstellt, erhält.
Wie kann man mit Ihnen in Kontakt treten?
Das ist sehr einfach: erreichbar bin ich per E-Mail info@sebastian-cintio.de oder per Kontaktformular auf meiner Webseite www.sebastian-cintio.de oder telefonisch unter 0251/3971961 bzw. mobil 0170/3872012. Ich rufe auch gern zurück, wenn gewünscht.
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