Abriss & Neubau

Dieses Thema im Forum 'Kaffee-Klatsch' wurde von Lunaumbra gestartet, 4 Dezember 2010.

  1. Lunaumbra

    Lunaumbra
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    Hallo Mädels,

    hab da gerade ne Info bekommen, die macht mich rasend....vielleicht weiß eine von euch was man da machen kann.

    Also, bei uns im Dorfanger (wir wohnen in einer alten Zechenhaussiedlung, leider nicht denkmalgeschützt, ein ehem. Pestalozzidorf) steht eine ev. Kirche, nach hartem Kampf letztes Jahr haben wir es nicht verhindern können, das diese Kirche entweiht wurde und sozusagen zum Abriss frei gegeben wurde. Wir wurden vertröstet mit "Das Jugendhaus bleibt bestehen" und "Der Dorfanger wird nicht bebaut" und "Die Bebauung erfolgt angemessen an der bisherigen Bebauung der Straße" bla bla bla...tja, und jetzt kriegen wir ne Email vom Bauamt, mit dem wir im Kontakt stehen und die schreiben:
    für das Grundstück liegt eine planungsrechtliche Bauvoranfrage für die Errichtung von 3 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 23 Wohnungen vor. Zu der Bebauung gehören insgesamt 29 Einstellplätze. Antragsteller ist der Allbau.

    Aktuell steht die Kirche noch, aber wenn die das wirklich so machen, dann können wir eigentlich nur so schnell wie möglich versuchen das Haus hier los zu werden. Der Grundstückswert wird mit zig-geschossiger Bebauung gegenüber nicht gerade steigen. Zusätzlich wohnen wir in einer eher sozial schwachen gegend und bei kleinen Wohnungen weiß man dann ja, WAS für Leute da teilweise einziehen werden. Und so soll mein Kind dann aufwachsen....von wegen, der aktuellen bebauung angemessen. Hier stehen nur einfamilienhäuser! Aber diese dämliche Wohnbaugesellschaft ist natürlich eine Tochter der Stadt und kann somit machen was sie will....ich krieg hier gerade nen Anfall.
    Da wir kein direkter Anwohner sind, weil die Straße ja dazwischen liegt, haben wir kein Einspruchrecht. Aber unsere Grundstücke und somit Wertanlagen leiden da doch auch, kann man da gar nix machen?
    Vielleicht kennt sich ja einer von euch a bissl aus oder kann mir Tipps geben...

    Sry fürs ausheulen....


     
  2. princesse

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    Mh da kenn ich mich leider gar nicht aus... tut mir aber leid für euch...
     
  3. sn4ever

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    Ohje, mit dem Thema kenn ich mich auch nicht aus...
    Aber das klingt ja echt sch...
     
  4. Mupfelmu

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    Also dein wohnhaus liegt nich direkt an dem Grundstück an, aber es prägt eure Wohnlage.....villt könnt ihr deswegen doch betroffen sein, denn es ist ja eure "Siedlung" und deswegen kann auch bei nicht direkten Nachbarn ein Eispruchsrecht bestehen......davon abgesehen könnte die Bebauung gegen die ortstypische Bebauung und den Nutzungsplan...sprich gegen die Bauordnung verstoßen...aber dazu musst du die Gemeindeordnung und sowas kennen.....haste mal nen Anealt gefragt ob einspruch und Anfechtungsklage möglich sind? Ansonsten gibt s nur die Möglichkeit zu verkaufen bevor das Gebaude gebaut wird.....dann hast du noch den höchstmöglichen Wert....was natürlich auch schade ist....aber nwenn das Haus nich den Anforderungen entspricht und zu Hoch ist.....was auch immer......dann kannst du dagegen vorgehen, denn auch solche Normen sind drittschützend...und wenn nicht du dagegen vorgehen kannst eure Siedlungsgemeinde!!! Stickwort Sammelklage und die direkten Anwohner....
     
  5. Lunaumbra

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    Am Mittwoch ist erstmal wohl die Vorstellung bei der Bezirksversammlung, da wollen wir auf jeden Fall hin gehen...
    das mit dem Verkaufen ist leider nicht so leicht, sind erst seit 3 Jahren hier, die Kredite laufen 30 Jahre und der Markt sieht ja momentan nicht gerade glücklich aus...und außerdem wohnen wir hier mit 8, bald 9 Mann, also die ganze Family in 4 Wohnungen...alles mist...den Bebauungsplan wollen die wohl ändern lassen, so wie sich das anhörte, was für die kein Problem darstellt, denn sie SIND ja die Gemeinde sprich ein städtisches Unternehmen...eine Hand wäscht die andere, wie man so schön sagt.
    Mit dem Anwalt, da muss ich meine Eltern mal fragen, ob die da schon was gemacht haben....wir warten jetzt erstmal Mittwoch ab. Danke auf jeden Fall schonmal für deine Tipps! Ich halt euch auf dem Laufenden....
     
  6. Mupfelmu

    Mupfelmu
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    Ja mach das......es ist auf jeden Fall nicht sehr einfach und kann recht gut angegriffen werden, wenn in einer lange gewachsenen wohngegend eine Riesenkoloss steheln soll.....da steht trotz bebauungsplan immer noch die Anwohnerinteressen und das Einfügen in den gewachsenen Ort im Weg...und ganz großer Tipp: Auch ein Bebauungsplan kann rechtswidrig sein und angegriffen werden!!! Den muss natürlich auch der anwalt dann prüfen!
    Und wenn euer Einspruch und Widerspruch gegen den Bebauungsplan abgewiesen wird, kann man trotzdem noch ne Anfechtungsklage einreichen! Und während das Verfahren läuft...und das kann dauern ;-) kann man auch eine einstweilige Einstellung der Bauarbeiten fordern :) Dann läuft zwar ein Verfahren, was natürlich auch anstregend sein kann, aber ihr verhindert dass, falls ihr dann gewinnt der Bau fertiggestellt ist und ihr vor vollendeten Tatsachen steht!

    Viel Kraft und Erfolg wünsche ich euch.....tretet den ruhig mal auf die Füße....die können sich auch nciht alles erlauben und als Klägergemeinschaf mit euren Nachbarn habt ihr villt auch mehr Druck auf die Verwaltung :)
     
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