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Italienische hochzeitsbräuche

ellifee

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#11
Das hatte ich auch schon gefunden :em2300: steht fast auf jeder seite wo man nach italienischen bräuchen sucht.

aber trotzdem danke. :Kiss of love:
 
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#12
hach, meine italienische Gastfamilie hat immernoch nicht geantwortet.. auch auf den Rest der Mail *grummel...

Weils mich interessiert werd ich also am WE mal versuchen auf italienischen Internetseiten bissl zu stöbern ;)

LG, Katrin
 

ellifee

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#13
OH, schade :em18:
ich bekomme nur überall das gleiche zu hören: die bonboniere ist ein brach bei italienischen hochzeiten. (da bin ich schon dabei schöne auszusuchen :em2300:)

das wäre soooo lieb von dir wenn du schauen könntest. ich kann ja leider kein italienisch (noch nicht, bin fleißig am lernen)
 
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#14
So, ich habe mal bissl gegoogelt und tatsächlich einiges gefunden zum Thema italienische Hochzeiten und es übersetzt. Ich hoffe, dass euch das noch die nötigen Ideen gibt ;)
Ich war so „im Rausch“, dass ich am Ende auch Bräuche genannt habe, die auch hier in Deutschland üblich sind (ich hoffe Peter löscht den Beitrag nicht, schließlich wird wohl einiges davon in seinem Buch vorkommen).
Mein Fazit: Abgesehen von den Mandeln und dem ausgiebigen Essen, feiern Italiener gar nicht so anders wie wir Deutschen J
LG, Katrin

Quelle:
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1. Das Essen:
Wer morgens heiratet, der bietet seinen Gäsen ein Mittagessen bzw. ein Festmahl an.
Wer am frühen Nachmittag heiratet, der bietet ein „rinfresco“ an, das vorzugsweise auch an der frischen Luft sein sollte. Es beinhaltet Fruchtsäfte (gern auch frisch gepresst) und Tee sowie kleine Salate, Kekse, Sandwichs und natürlich „dolce nuziale“ (ist eigentlich nicht die Torte, keine Ahnung, irgendwas das auch süß ist und mit Hochzeit in Verbindung steht).
Wer am späten Nachmittag heiraten sollte ein eher formelles Essen oder eine Cocktailparty oder ein Buffet organisieren, das sich mit Tanz bis in die Nacht ziehen kann.
Heutzutage wird aber auch davon abgewichen und das frisch vermählte Paar muss sich nicht an diese „tradizioni“ halten .

2. Der Empfang:
Den Anstandsregeln nach empfängt zuerst die Mutter der Braut die Gäste (als stellvertretende Hausherrin), die der Zeremonie beigewohnt haben, dann der Vater der Braut, dann die Eltern des Bräutigams und dann erst die Frischvermählten.
Die Braut sollte dann irgendwann mal kurz „verschwinden“ um ihren Schleier abzumachen und die Frisur zu ordnen und dann geht sie als erste in den Saal um zu schauen, dass alles nach ihren Wünschen vorbereitet wurde um dann die Gäste hereinzuholen und die Aperitifs servieren zu lassen.
Falls in kurzer Zeit viele Gäste eintreffen wird hier empfohlen den Empfang entsprechend vorzubereiten, eventuell mit Sitzmöglichkeiten und Tischen oder auch einem Buch, in dem sich die Gäste eintragen können.

3. Die Sitzordnung:
Interessanterweise sitzen hier (falls eine Hufeisen oder E-Form der Tische ausgewählt wird) die Eltern anders als bei uns: Die Braut sitzt in der Mitte, links von ihr sitzt der Bräutigam. Rechts von der Braut sitzt der Vater des Bräutigams und links des Bräutigams sitzt die Mutter der Braut. Ihr Vater sitzt rechts und seine Mutter links, dann folgen Trauzeugen (immer in der Reihenfolge Mann – Frau), enge Verwandte usw. Hier sollte auch auf das Alter geachtet werden: Ältere sitzen näher als Jüngere.
Wenn man mit mehreren voneinander getrennten Tischen arbeiten will, dann gibt es weitere verschiedene Möglichkeiten.
Namenskärtchen sind auch in Italien üblich, jedoch meist eher förmlich mit Titel, Vor- und Zuname.
Vor dem Essen geht dann die Mutter der Braut eine Runde und schaut ob alle Gäste ihren Platz gefunden haben und stellt eventuell einige Gäste einander vor (falls sie z.B. nebeneinander sitzen und sich fremd sind).

4. Das Essen (wenn nicht gerade Cocktailparty):
1. Antipasti
2. 2 verschiedene erste Gänge
3. Ein Hauptgang (z.B. gegrillter Fisch mit Gemüsebeilage)
4. Ein Sorbet (Minze oder Frucht)
5. Ein Gang mit Fleisch und Gemüse
6. Verschiedene Käse auf einem Brett
7. Ein leichtes Eis oder ein Obstsalat oder ein Mousse
8. Die Hochzeitstorte sowie Kekse und Pralinen zum Kaffee (In Italien schließt man das Mittagessen üblicherweise mit einem Espresso ab.)
Weil das Essen so lange dauert (jedoch sollte man nicht länger als 2 Stunden insgesamt essen), sollten die Gäste zwischen den Gängen die Gelegenheit haben aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen. Es ist auch möglich leichte Tänze in den Pausen einzuschieben oder Spiele für die kleinen Gäste oder auch Filme zu zeigen oder sogar Karaoke zu singen.
Das Essen sollte auch je nach Jahreszeit gewählt werden (Im Sommer helles Fleisch, weil es „leichter“ ist. Im Winter eher rotes Fleisch oder Wild.) und den Gästen angepasst werden (z.B. werden Kinder in langen Wartepausen oft sehr ungeduldig).
Auch die Wahl des Weines sollte gut bedacht werden:
- Champagner oder Prosecco mit den Antipasti
- Ein leichter Weißwein zum ersten Gang
- Ein trockener Weißwein zum Fisch
- Ein junger Rotwein zu weißem Fleisch
- Ein vollmundiger Rotwein zu rotem Fleisch oder Wild
- Süßer Sekt oder „Moscato“ zur Torte

5. Torte:
Im Moment des Torteanschneidens bittet einer der Trauzeugen die Aufmerksamkeit der Gäste auf die Mitte des Saals zu richten, wo die Torte hingebracht wird. Der Trauzeuge des Bräutigams darf nun dem Brautpaar zuprosten und eine KLEINE Rede halten. Laut Tradition bringt das Klingeln mit den Gläsern Glück, doch laut Knigge sollte man nicht die erhobenen Gläser im Moment des Trinkspruches auf die frisch Verheirateten klingen lassen.

6. Strauß werfen:
Nach der Torte werden dem Brautpaar Reden und Glückwünsche überbracht und die Braut kann, wenn sie es noch nicht auf den Stufen der Kirche getan hat, ihren Strauß werfen. Es ist auch möglich ihn in kleine Sträußchen zu teilen und ihn unter ihren Liebsten zu verteilen.

7. Krawatte zerschneiden:
Laut Knigge ist es angeblich sogar verboten, die Kravatte des Bräutigams zu zerschneiden und Geld von den Gästen dafür zu verlangen.

8. Zuckermandeln und Gastgeschenke:
Das letzte Muss der frisch Vermählten vor dem Abschied ist das Verteilen der „confetti“ (weiße Zuckermandeln )und Gastgeschenke (siehe nochmals Punkt 11). Die Braut übergibt sie den Anwesenden in einer ungeraden Anzahl, wobei ihr auch der Mann helfen darf. Dies ist auch die ideale Gelegenheit sich nochmals bei den Gästen für ihre Anwesenheit und Geschenke zu bedanken und sich zu verabschieden. Die Gastgeschenke (Bomboniere) sind traditionell aus Kristiall, Silber oder Limoges und für alle gleich, es gibt keine Unterschiede zwischen nahen und fernen Verwandten.
Draußen wartet dann das Auto, das das Brautpaar nach Hause oder ins Hotel bringt.

9. Dinge, die Glück bringen sollen:
Die Tradition verlangt, dass die Braut am Hochzeitstag 6 Dinge mit sich trägt:
- Etwas Geborgtes. Es steht für die Zuneigung zu lieben Personen,die in dieser Passage zwischen Neu und Alt beistehen.
- Etwas Geschenktes: Um an das Gute der lieben Personen zu erinnern.
- Etwas Blaues: In der Antike symbolisierte Blau Reinheit und war auch die Farbe des Brautkleides.
- Etwas Altes: Symbolisiert das Leben, dass man hinter sich lässt und die Wichtigkeit der Vergangenheit, die man nicht vergessen soll auch wenn viel Neues kommen mag.
- Etwas Neues: Symbolisiert das neue Leben, das nun anfängt. Es deutet auf neue Ziele und Neuigkeiten die man mit sich tragen wird.
(komischer Weise zähle ich nur 5 Punkte ^^)

10. Die Ringe:
Diese werden am LINKEN Ringfinger getragen und soll schon bei den alten Ägyptern so gewesen sein. Sie glaubten daran, dass eine Vene vom linken Ringfinger bis zum Herzen gehen würde, entlang dieser Vene sollen die Gefühle geflossen sein.
Man ging also davon aus, dass der Ring Treue garantieren würde.
Auch im alten Rom tauschte man Ringe aus Eisen und man war der Ansicht, dass dies alleine schon eine Ehe rechtlich macht.
Im Mittelalter dann hatte der Ringtausch noch nicht überall Fuß gefasst, da ein Ring sehr kostbar war und nicht so leicht herzustellen war wie heute, dennoch „beringte“ der Bräutigam seine Braut oft mit 3 Ringen.
In manchen Regionen nennt man die Trauringe (le fedi) auch „vera“. Dieser Ausdruck bedeutet Treue. Deshalb werden auch in den Ring der Braut das Datum der Hochzeit und der Name des Bräutigams graviert und andersrum.
Die Tradition will, dass der Bräutigam die Ringe bezahlt und sie bis zum Tausch aufbewahrt, aber oft schenken sie auch die Trauzeugen.

11. „I Confetti“:
In der Antike wurden traditionell kleine Tüll Beutel (heut eher Spitze) für den Hochzeitstag vorbereitet um mit weißen Zuckermandeln in ungerader Anzahl verschenkt zu werden. Üblicherweise mit 5 Stück, die die Lebensqualitäten symbolisieren, die im Leben des Brautpaares nicht fehlen sollen: Gesundheit, Fruchtbarkeit, langes Leben, Glückseligkeit, Reichtum.
Meist sind die Zuckermandeln auf einem Silbertablett, dass der Bräutigam trägt. Die Braut serviert dann mit einem Silberlöffel die confetti.

12. Die Mitgift:
Der Tradition nach darf der Ehemann im ersten Ehejahr keine Ausgaben für die Kleidung der Ehefrau tätigen. So war es üblich, dass ihre Familie sie mit Kleidern, Wäsche und Accessoires ausstattete.

13. Reis:
Der auf das Brautpaar geworfene Reis symbolisierte bei den Heiden einen Regen der Fruchtbarkeit.

14. Der Strauß:
Er ist das letzte Geschenk des Bräutigams an die Braut und schließt die Zeit der Verlobung ab. Brauch ist es, dass der Bräutigam ihn am Morgen im Haus der Braut abgibt, auch wenn sie es ist, die ihn in Harmonie mit ihrem Kleid auswählt. In manchen Ländern schenkt ihn die Schwiegermutter. Am Ende der Feier wird er geworfen und die ledige Frau, die ihn fängt sollte sich im nächsten Jahr verheiraten.
Aus der Arabischen Welt kommt der Brauch, die Braut am Hochzeitstag mit Blumen zu schmücken, was Fruchtbarkeit bedeuten soll. Dieser Brauch entstand aus dem Glückwunsch die Frau solle viele Kinder bekommen. Die alten Ägypter hingegen schmückten die Braut mit parfümierten Blumen und duftenden Kräutern um böse Geister zu vertreiben.

15. Brautjungfern:
Auch dieser Brauch stammt von den alten Ägyptern ab. Sie glaubten daran, dass böse Geister sich an Hochzeitstagen versammeln würden um den Hochzeitstag mit seiner schönen Atmosphäre zu verderben. Mit den Freundinnen der Braut, die ebenfalls kostspielige Kleider trugen verwirrte man die bösen Geister, so dass diese die Braut nicht erkennen konnten und ihr kein Unglück oder Unheil mehr bringen konnten.

16. „Honeymoon“ / Hochzeitsnacht:
Im antiken Rom aßen die Vermählten nach ihrer Hochzeit gewöhnlich für die ganze Dauer eines Mondes lang Honig (Wahrscheinlich um nach dem langen Tag wieder zu Kräften zu kommen). Daher stammt der Ausdruck „luna di miele“, der die ersten süßen Momente des gemeinsamen Lebens anspricht.

17. Die Türschwelle:
Auch dieser Brauch stammt aus dem alten Rom. Man trug die Braut über die Türschwelle damit sie nicht stolpern kann. Dieses Stolpern wurde als Vorzeichen für Unheil aufgefasst, da dieses bedeutete, dass die Götter der Ehe nicht zustimmen.
 

ellifee

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#15
Supi!!!!!
Vieeeeelen Dank das du dir die mühe gemacht hast!!!!

Das hat mir schon sehr geholfen :em2300: da werden wir bestimmt einiges davon benutzen.
 
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#16
Das freut mich, dass es dich wenigstens ein wenig voranbringt :)

übrigens tat mir das mal wieder richtig gut.. hab mein Italienisch schon lange nicht mehr so dolle gebraucht wie heute :-D

Na, noch jemand da der französische Bräuche sucht? ^^

LG, Katrin
 

ellifee

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#17
Braucht jemand russische? :em3400:
 
S

Sunshine

Guest
#18
ich glaub, Peter muss einfach doch noch n weiteres Buch schreiben, wenn das jetzige fertig ist.
Und zwar über "Hochzeitsbräuche aus aller Welt" :em2300:
 

ellifee

Hochzeitsforum-VIP
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#19
stimmt, das ist auch ein sehr interessantes thema :em2300:
 

Kathy789

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#20
Super was du da alles rausgefunden hast!