Multitalent???

Dieses Thema im Forum 'Hochzeitsfoto und Video' wurde von Melli gestartet, 7 Juni 2006.

  1. Melli

    Melli
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    Guter Ansprechpartner

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    Hallo,

    ich habe vo einer Freundin gehört, dass Sie einen Fotografen
    "an der Angel" hätte, der sich gleichzeitig um das Hochzeitsvideo
    kümmern würde. Der Preis läge bei etwa 350 Euro für Video und Fotos.
    Ist das unrealistisch? Ich würde sagen ja, benötige aber noch Argumente,
    um meine Freundin zu überzeugen...

    Grüße,
    Melli
     
  2. fotograf-bochum.de

    fotograf-bochum.de
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    Ganz gerne hier

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    Da würde ich gerne erst mal die Argumente des Filmografen hören wie zum Geier er sich das vorstellt beides zu machen. Würde mich auch persönlich interessieren, da könnte ich ja noch was dazulernen. Kellnert der auch dabei?

    Ne aber ernsthaft der Preis ist grundsätzlich erst mal verdächtig, muß aber noch nix heißen. Er kann natürlich die Trauung von einem Stativ filmen und gleichzeitig fotografieren. Das ist aber schon ein sehr schaaler Kompromiß. Da so ein Standvideo doch sehr fad ist. Gleichzeitig fotografieren und filmen ist schlicht unmöglich. Die gefahr besteht natürlich das der Kollege auf das schmal Brett kommt mit der videokamera fotos zu machen. Einige Kameras bieten diese feature ja an. Aber erstens bedeutet das das die Kamera wahrscheinlich höchstens semi Professionell ist (Korrigier mich wenn ich was falsches sage Peter) und die Bildqualität dieser Fotos ist doch sehr unbefriedigend.

    Gruß
     
  3. peter

    peter
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    Richtig, auch ich würde generell von diesem Angebot abraten und das aus
    mehreren Gründen. Ein gutes Hochzeitsvideo lebt auch von wechselnden
    Kameraperspektiven und von Dynamik. Durch eine Kamera, die nur statisch
    aufnimmt erscheint eher der Eindruck eines Überwachungsvideos.

    Ausserdem findet eine Hochzeit (normalerweise) nicht an einem einzigen
    Ort statt. Der Kameramann / Fotograf muss in Bewegung bleiben, wenn
    er die "wichtigen" Szenen einfangen will. Es bestehen auch große
    Unterschiede zwischen der Arbeit eines Kameramannes und eines
    Fotografen.

    Der Fotograf kann Fotos zwar nachbearbeiten, aber schwerere Fehler zu
    kaschieren sind oftmals nicht möglich, während der Filmer beim Schnitt,
    bei Überblendungen und mit Effekten einiges "wieder gut" machen kann.
    Der Fotograf muss den Augenblick also mit einem Schuss einfangen und
    dafür ist Können gefragt, ein gutes Gespür und natürlich die erforderliche
    Technik.

    Dabei sind wir schon beim nächsten Punkt: Viele Camcorder bieten heute
    eine Fotofunktion, aber die Qualität der Bilder wird nicht (zumindest heute
    noch nicht) an die einer Fotokamera aus dem Profilager herankommen
    und wer das Gegenteil behauptet (macht die Werbung manchmal ganz
    gerne...) lügt meiner Meinung nach schlichtweg!

    Für professionelle Filmer ist die Fotofunktion, die, wie fotograf-bochum
    schon gesagt hat tatsächlich eher in semi-professionellen Kameras
    auftaucht, nutzlos. Es gibt ja auch viele Fotokameras, die über eine
    Videofunktion verfügen und es gibt ebensoviele Nutzer, die vom Ergebnis
    der Videoaufnahme enttäuscht waren...

    Aber zurück zu Dir, Melli.
    Frage den Fotografen doch mal nach seinem Equipment und ob er das
    Ganze tatsächlich mit einem einzigen Gerät erledigt. Stimmt er dem zu,
    dann wünsche ihm noch einen schönen Tag und viel Glück und leg
    danach den Hörer auf.
    Sollte er über professionelles Equipment verfügen, frage ihn, wie er diese
    Geräte einsetzt und sich die verschiedenen Aufgaben einteilt und wenn
    Du schon dabei bist frage ihn gleich mal, wie er sein Material speichert,
    die Aufnahmemedien wechselt und ob er den Ringtausch filmt oder
    fotografiert oder beides macht (Vielleicht hat er ja eine
    Helmkamera :wink:

    Wenn er dann immer noch schwitzt, frage ihn mal, wie sich seine Preise
    zusammensetzen, wie lange er schon filmt / fotografiert und wie lange er
    noch gedenkt aus seiner Tasche draufzulegen... :lol:

    Nach diesem Gespräch wirst Du warscheinlich Folgendes machen:
    Dich nach jemand anderem umsehen...

    Hoffe geholfen zu haben,
    Peter.
     
  4. Hochzeitsplaner

    Hochzeitsplaner
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    Ich bin zwar kein Fotograf, gebe aber doch auch meinen Senf dazu.

    Mein Rat: Finger weg, das hat ein Gschmäckle wie wir Schwaben sagen :D
     
  5. Melli

    Melli
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    Danke für eure Antworten, werde mir das wohl doch
    nochmal überlegen...

    Schöne Grüße,
    Melli
     
  6. Hochzeitsplaner

    Hochzeitsplaner
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    @Melli

    Tu das auf jeden Fall nochmal.
     
  7. Honeymoon

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    Hallo,

    hab mir ein Angebot machen lassen für ein Filmaufnahme...lag bei 1000 Euro.
    Habe dankend abgelehnt!

    Wenn er gut ist, schnapp ihn dir für den Preis!

    Gruß Heike
     
  8. monet-x3

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    Ich denk auch dass das zu billig ist.

    Bei uns kosten die Fotoaufnahmen 40€ "Grundgebühr" und pro Foto 10 €. Da ist man ja schon fast bei dem Preis. Da wäre ich schon vorsichtig.

    Lg,
    Maika
     
  9. Petra L.

    Petra L.
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    Hallöchen, ich gebe meinen Vorrednern absolut Recht. Lass die Finger davon - es sei denn, er hat noch einen Assistenten, der filmt. Ich kann dir einen guten Fotografen empfehlen, der zwar nicht filmt aber dafür erstklassige Fotos macht - dann brauchst du auch keinen Film ;-) Schau dir mal die Seite von ihm an:

    www.foto-foto.de

    Liebe Grüße
    Petra

    PS: das aktuelle Weddingstyle Cover ist übrigens auch von ihm geschossen
     
  10. brigitte

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    Ob billig oder teuer - eines steht fest, gerade im Dienstleistungssektor entsteht der billige oder teure Preis in erster Linie aufgrund der Nachfrage.
    Wenn also jemand teuer ist, dann sind das nur selten "Phantasiepreise", sondern sie entstehen, weil dessen Arbeit beliebt und gefragt ist. Und damit die Arbeit beliebt und gefragt ist, muss derjenige ja auch entsprechenden Aufwand reinstecken um die billige Konkurrenz ausstechen zu können. Also "kann" so ein Anbieter seine Arbeit gar nicht billiger anbieten, weil er einfach mehr für sein Ergebnis tut.

    Natürlich gibt es vielleicht vereinzelt auch Anbieter, die tatsächlich "Phantasiepreise" verlangen. Erst heuer im Sommer hab ich von einer Kundin gehört, dass eine Freundin von ihr für ein Hochzeitsvideo mit Datum 7.7.07 einen Videografen gebucht hat, der für das Video 1.000 EUR verlangt hat, obwohl das sein ERSTES Werk war.
    Man kann sich ja vorstellen, was dann dabei rauskommt ...
    Also ich denke, Phantasiepreise verlangt vielleicht derjenige, der nicht auf Aufträge angewiesen ist.
    Jemand, der davon lebt, der kann sich das aber sicher nicht leisten. Der kann sich weder unzufriedene Kunden aufgrund mangelhafter Qualität leisten, noch kann er Phantasiepreise verlangen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass jemand drauf rein fällt doch sehr sehr gering ist.

    Ich lese oft in Brautforen solche Aussagen wie "ein Hochzeitsvideo schaut man sich eh nur einmal an". Ich weiß aber aufgrund solcher Äußerungen genau "warum" man sich das nur einmal anschaut, denn es gibt halt "solche" und "andere" Hochzeitsvideos.
    Es gibt auch "solche" und "andere" Hochzeitsfotos. Mann ich hab schon Hochzeitsfotos gesehen, die sind sowas umwerfend - dass ich, wenn ich in der entsprechenden Situation wäre - sicher gewillt wäre einen extremen Preis dafür zu bezahlen. Und der jeweilige Anbieter ist sich dieses Wertes natürlich auch bewusst (es steckt ja seine Leistung und sein Können drinnen - das sind Dinge, die nicht einfach über nacht "von selber" kommen), also verlangt er auch diesen Preis.
    Ich muss selber gestehen, dass ich bei meiner eigenen Hochzeit vor etlichen Jahren das Thema Foto/Video sehr vernachlässigt habe. Hätte ich damals schon das Branchenwissen von heute gehabt, dann wäre mir das sicher nicht passiert. Ich wüsste jetzt genau zu wem ich gehen müsste. Diesen Fehler kann ich aber leider nicht mehr gutmachen.

    Es ist mir völlig klar, dass nur jeder den Betrag für eine Sache ausgeben will, den er sich auch leisten kann.
    Daher wird es auch immer billigste Angebote und natürlich auch Kunden für diese Angebote geben.
    Hätte jeder budgetunabhängig die Wahl, und könnte sich das leisten, was ihm am besten gefällt, dann würde die Entscheidung aber sicher sehr oft anders ausfallen.

    Die Entscheidung, ob billig oder teuer und wenn teuer, dann "wie" teuer (nach oben hin gibt es wie bei fast allen Produkten keine Grenzen) ist sicher nicht einfach. Ich kann den "Zweiflern" einfach nur raten sich viele Angebote und Arbeiten anzusehen und diese dann zu vergleichen.
    Und obwohl es paradox klingt - gerade wenn man etwas mehr Geld in Foto und/oder Video investieren möchte - gerade dann kann man gar nicht früh genug damit anfangen, sich nach Anbietern umzusehen. Die "guten" in der Branche sind immer schnell ausgebucht. Billigst-Angebote oder Anbieter mit Phantasie-Preisen findet man hingegen sicher sogar noch einen Tag vor der Hochzeit.

    Sorry - das war ziemlich viel Text für einen "ersten" Beitrag. :lol:
     
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